Schreibwerkstatt im Februar 2010
Wie ich es meine mit dem kreativen Schreiben
Sich dem kreativen Schreibprozess hingeben
An einer kreativen Schreibwerkstatt kann jeder mitmachen, auch diejenigen die von sich meinen, nicht schreiben zu können, oder die Sprache nicht zu beherrschen. Wir begegnen uns in die Phase von Entstehen lassen, zeigen lassen und mitteilen, dann sammeln wir die Perlen.
Deutsch ist nicht meine Muttersprache, ich bin mit Hebräisch aufgewachsen und ich liebe diese Sprache am meisten! Sie ist meiner Seele am nahesten. Trotzdem, empfinde ich es nicht als Hindernis, mich in die deutsche Sprache hinzugeben, und die besten Möglichkeiten auszuschöpfen. Ich erlebe 100% Spass trotz meinem nicht 100%-ig richtigen Ausdruck. Also, es gibt keine Hindernisse.
Wenn du wagst in deinen kreativen Prozess einzugehen, ohne den Anspruch an dich / anderen etwas qualitativ gutes zu schreiben, bekommt deine Seele den Raum (+Chance) sich auszudrücken in ihrer Sprache.
Die Seele spricht zu uns meistens in Bildern und Symbolen.
Der reine kreative Prozess ist frei von Wertungen und Erwartungen. Er hat seinen eigenen Fluss und seine eigene Dynamik.
Wenn die Seele Raum bekommt einfach sich zu sein, wenn unsere innere Welt darf sich zeigen so wie es in uns gerade ist, und in Sicherheit ist (vor Kritik & Ansprüchen), wenn wir uns wagen mehr zu zeigen, das schöne & weniger schöne, was wir gerne haben & nicht gerne haben, bekommen wir die Chance in uns eine Transformation zu erleben.
Wenn die Gruppe es wünscht, kann man am Schluss gemeinsam die Texte anfangen zu bearbeiten.
Die Idee ist, dass alle einander helfen, es ist einen pur/reine „Win -Win“ Projekt.
Es geht nicht um Konkurrenz, oder wer der Beste ist. Die Menschen kommen zusammen und jeder zeigt sich in seiner Einzigartigkeit, und unterstützt den anderen in seiner Einzigartigkeit.
Die Zusammenarbeit ist voller Leidenschaft und Lust. Jeder gibt was er/sie zu geben hat.
Diese Schreibmethode lehrt uns, uns von Urteilen zu befreien, sie hilft uns von alten Prägungen & Ängsten (Schule..) uns zu befreien.
Wir bekommen viel Raum und genug Struktur um den roten Faden zu behalten, (mit Zeitbegrenzung ohne Stress) dadurch entspannen wir uns - so sein zu dürfen wie wir gerade sind.
Die Methode öffnet den Raum zum spielen, zu experimentieren, mal „kopflos zu sein“. Wenn der Mensch kreativ ist, ist er lebendig, und im Lebensfluss!
Ich, persönlich liebe die Welt der Gedichte und gehe mit Menschen dorthin. Ich schätze die Dichtungsform weil es näher an unsere Gefühle und Lebendigkeit ankommt, und in die Dichtung erkennen wir von Herzen.
Gedichte werden mühelos & schmerzlos geboren, dann es geht nicht darum, sich anzustrengen.
Die Begleitung von Meditation, Musik und Bewegung (Tanz) ermutigt das Herz sich zu öffnen, und die Gefühlswelt kann berührt werden. Wir werden weich und empfänglich für die Inspiration.
Diese Schreibform kann auch seelische Prozesse unterstützen, aber sie ist nicht im Vordergrund therapeutisch. Mein therapeutischer Hintergrund ist ganz natürlich in meinem Rucksack, falls es ihn brauchen sollte.
Gerne begleite ich Menschen in Einzelsitzungen auch durch diese Methode.
Den Schritt zu machen - Worte oder Zeilen von eigenen Texten weiter zu schenken - ist sehr befreiend und heilsam.
Den Schritt - ein gemeinsames Gedicht aus allen Gedichten von diesem Tag zu kreieren - ist aufregend, anregend, und verblüffend. Es entsteht etwas Gemeinsames, Authentisches und lebendiges.
Die Bekräftigung von Gedichten mit Melodien und Rhythmus von Instrumenten belebt die Gedichte, heisst sie willkommen im Leben! Visionen können wahr werden, in Erfüllung gehen.
Es ist ein mächtiger schamanischer Vorgang in Ritualsarbeit.
Je vielseitiger die Werkstatt wird… Worte, Stimme, Musik, Tanz, Meditation, Farben, modellieren, Berührungen….desto tiefer und ganzheitlicher die Arbeit gehen kann.
Interessant ist es wahrzunehmen, dass jeder sein Thema im Moment mitbringt, man kann sich von sich selbst nicht verstecken :-).
Gemeinsam essen am Schluss, feiern, ist ein Zeichen von gegenseitiger Dankbarkeit für den Tag - für das“ Sharing“ und die Bereicherung.
Schreibwerkstatt-eine Bericht von Februar 010
Schreibwerkstatt - kreatives Schreiben am 27.02.2010
Lebendig &humorvoll
Programm:
*-Begrüssung
*-Vorstellung von Modell
*-eine Runde: Schreiberfahrung & Motivation in der Gruppe zu schreiben
*-Einführungsmeditation- eine Reise vom Alltag & Gedanken zum Körper, zur
Ruhe,zum Herz.
*Tagebuch schreiben, im Fluss, ohne aufzuhören - 15 Minuten - damit man in
Schreibfluss kommt.
1. Tagebuch- Mirjam,20 Minuten
„Ich bin lebendig, lebendig, lebendig, ich atme und atme und atme und schwinge mit meinem Atem, die Vögel höre ich zwitschern und meinen Atem ist mir so vertraut, in meinem Herzen ist es still, es ist friedlich und ich fühle mich wohl, es ist so zusagen mein Zuhause. in meinem Herzen ist es weich und warm und geborgen und ich nehme mein Sein als selbstverständlich, zwischendurch funkt mir rein mein Verstand und stört oder versucht meinen Fluss und Frieden zu unterbrechen. Meine rechte Hand tut mir schnell weh vom schreiben und eigentlich finde ich das so sinnlos zu schreiben. Wofür muss ich oder will ich schreiben? Früher habe ich das so gerne gemacht, geschrieben und geschrieben- alles was mein Mind produziert hat, und fühlte mich wohl dabei, es war so eine Erleichterung oder eine Befriedigung -loszuschreiben. Heute, oder einfach jetzt finde ich es so komisch und sinnlos. Ich meine, ich spüre mein Herz und die Frieden dort drin und es ist alles gut, Nichts darüber zu schreiben. Höchstens würde ich vielleicht schreiben-
„oh
mein Herz
mein
Zuhause“
Tha`s it
Oh meine Lebendigkeit-
Ohhhhhhhh, Lebendigkeit ist ganz was anderes, darüber könnte ich viel schreiben-
„Lebendigkeit- Führe mich zu mir“ oder
meine Lebendigkeit ist meine Gefühle, es ist mein unperfekt sein, es ist wenn“ es läbt“, wenn man Spuren sieht, Narben, die Erfahrungen sind auf das Gesicht geschrieben, man wagt sich und riskiert und macht auch Blödsinn, eben weil man lebt. Das ist ganz spannend die Sache mit der Lebendigkeit. Aber mein Herz ist auch lebendig, manchmal freut es sich und manchmal schmerzt es und trotzdem ist es mein Zuhause und dort spüre ich schneller Frieden.“
*
Tagebuch :Stefan
Samtpfotenweich und elastisch wie ein Ballon erfordert meine Haut am Körper das Ausserhalb von mir Liegende zu erforschen. Ich bin viel zu lange, um die Sätze in einer Kürze zu definieren. Was
farbig ist durchmischt sich und bekommt die in sich liegende Form ganz alleine. Tick tack, der Weg erzählt. Er wählt eine Stelle wo es ganz eng wird, wo ich rechts und links hohe Feldswände sehe.
Sie begleiten meine Grösse in die Unendlichkeit des Himmels und zeigen mir die Härte der Begrenztheit. Was eckig ist darf nicht rund sein und was rund ist trägt keine Ecken mit sich herum. Darum
trennt sich das eine vom anderen und sieht sich als etwas Getrenntes. Bin ich nun das, was eingrenzt oder das was die Unbegrenztheit singen lässt? Wer kann ich sein, wenn ich es möglich mache,
beides als ein sich selbst lebendes Gesetz zu beobachten. Es ist schwer zu lesen. Die Kunst der Schrift ist so individuell, wie die Zellen der Augen, die sie belesen. So kann zum Beispiel ein
roter Filzstift auf einem roten Teppich liegen und mir das Gefühl geben, dass die beiden verwandt sind, obschon sie in der Form zwei unterschiedliche Gestalten sind und verschiedene Zwecke
erfüllen. Wenn sich jetzt ein grasgrüner Stift dazu schleicht und meint er darf genau so da sein. Was passiert dann? Anderes soll alleine und einsam sein und sicher nicht dazu gehören! Jetzt
öffnet sich der Stiftdeckel des grünen Stiftes. Er bespritzt mich freudig mit seiner Farbe und ich merke, dass er mich in meiner eigenen Einsamkeit entdeckt hat. So schreibe ich, in der Hoffnung,
dass kein Haar die Klarheit der Stiftspitze betrübt und fliesse mit der Klarheit, die nicht in der Schrift, sondern in der Flexibilität der Gedanken liegt. Es ist kein Wettrennen! Gedanken haben
immer Zeit. Manchmal machen sie ihre Einkäufe im MIGROS, aber manchmal auch bei der Konkurrenz, dem Coop. Immer bleiben sie ihrem Gesetz treu und dienen mir als Leitfaden meiner Schrift.
2. fünf Worte intuitiv auswählen - sind in Orange gestrichen, sie in die Mitte
legen
3. drei Worte dazu nehmen - von anderen Schreibern als Inspiration
die Worte:
Zellen, Pan, Ballon, genau/vage, Hammer, verstehen, Furchtlosigkeit, Sätze, unterbrechen, Rocker, Gesetz, Lebendigkeit geborgen, Sinnlos, Grenzen, Deckel, riskiert, Song, tue was, sinnlich
4. ein Gedicht schreiben – Minimum 4-5 Zeilen - 20 Minuten
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Das Gedicht
„Ich bin geboren und
werde gebogen
endlich geborgen,
war es mal unterbrochen?
Ich riskiere es
Sinnlich zu sein
Es ist nicht mehr sinnlos
„tue was für deine
Lebendigkeit“
Ist mein New Song.
Mirjam
*
Ein Mantra für Ulrike
Riskier
was
just do it
just live it
sei sinnlich
riskier was
just do it
just live it
lass Dich ertappen
face your biggest fear
bring Dich mit
verlier Dich nicht
again
Riskier was
just do it
just live it
sei sinnlich
riskier was
just do it
just live it
lass Dich ertappen
face your biggest fear
bring Dich mit
verlier Dich nicht
again
Riskier was
just do it
just live it
*
Der Ballon schreit laut:
"Gebt Wind, ich will fliegen!"
Peter Pan Wolken weilt,
und bläst bis zum siegen.
Vom Absturz bedroht,
so lautet das Gesetz,
Hammerpultschlag!
Du wirst nun zerfetzt!
Der Fall liegt im Satz,
darum stürze ab.
Egal den Zellen,
die jedem Tag vergeben.
Den Deckel öffnend,
dich aufblasen lässt,
sich selbst wieder finden,
im weichen Wolkennest.
Stefan Oppliger
*
Liberty
If I had a hammer
If I had a song to sing
If I had fear of nothing
Then I would do something
Against the Law
Gefangenheit
Gesetze von Sätzen
fangen uns in vielem vagen Fällen
Sätze von Gesetze
zwingen uns im immer enger Zellen / ziemlich smallen Zellen
Wir fürchten uns vor Sinnlosigkeit
und treiben in Gefangenheit
Graham
*
Einbruch in die Freiheit
Lebendigkeit und Sinnlichkeit,
Jedes Lebewesen schreit.
Die ungeschminkte,
jenseits der Grenzen vermittelnde
von gut und böse verlassende,
nicht nach Sinn fragende,
Kraft.
Sie ist spontan,
Es ist der Pan.
Die von der Matrix
aufgezwungene Schablone,
Rebellische Wesenheit
Der Rocker,
der diese zu sprengen schreit.
was folgt
ist natürlich Furchtlosigkeit,
von Matrix befreit.
Daniel Marolf
5. Einander ermutigen und unterstützen bei Ergänzungen, und kleinen Schritten
von Bearbeitung.
6. jeder findet seine Essenz und zusammen kreieren wir ein gemeinsames
Gedicht.
7. wir begleiten einander mit life Musik und bekräftigen die Lebendigkeit unserer
neu geborenen Gedichte.
Das gemeinsam Gedicht
Wir fürchten uns vor Sinnlosigkeit
Doch
Riskiert was
Just do it
In den Händen des Wolkennestes
Den Absturz riskieren
Mit rockendem Herzen
Die Matrix durchbrechen
„tue was für deine Lebendigkeit“
ist mein New Song.
Graham , Ulrike, Mirjam, Stefan, Daniel
Aus den Tiefen der Seele
kreativ Schreiben - für Frauen
Feminin und göttlich - den heiligen Raum in uns erleben...
... und staunen, was dort alles entstehen kann.
Am 1.November 2011, 18Uhr- 22Uhr, in Bern
Wie verbinden wir die weiblichen Kräfte in uns mit dem Herzen, mit Körper und Seele? Was ist die Aufgabe von uns Frauen auf der Erde? Wir spüren dem, Intuitiven, Heilenden in uns nach und fassen es in Worte und Melodien.
Eine Rückbesinnung auf unsere Urweiblichen Kräfte.
Programm:
Mirjam und Mira musizieren zur Begrüssung
Vorstellungsrunde
Verbindung mit dem Schoss und Mutter Erde - Mirjam
Brainstorming - Schreiben um den Kopf zu leeren - Mirjam
Meditation - aus der Verbindung mit der Intuition heraus schreiben und Antworten erhalten - Mira
Pause - Zeit zum Nähren und Verdauen!
Aus den geschriebenen Antworten dichten - unter Anleitung von Mirjam
Und weiter verdichten, auch mit Unterstützung unserer eigenen, inneren, Melodien
Abschlussrunde mit Feedbacks
Bitte Mitnehmen: Musikinstrument(im fall vorhanden ist), etwas feines zum gemeinsames Büfett, bequeme Kleider, Schreibzeug +Block, 30fr. Kostenbeitrag für den Raum, Leitung und Organisation
Anmeldung:
Mira Neumann Mirjam Lehmann-Cohen
Schwarzenbergstrasse 198 Blinzernstr.50
3097 Liebefeld 3098 Köniz
Büro: +41 (0)31 971 43 70 031 972 08 21
Mobile: +41 (0)79 389 85 79 079 772 42 73
http://miramicus.ch www.spirit-of-work.ch